Archiv für die Kategorie „Florales“

Es ist ein Herantasten, vorsichtig, aber mit einer festen Gewissheit: die Rosen müssen gebrochen werden. Dies ist eine wichtige Konsequenz aus der Ausstellung “flowers gone” die doch in ihrer Gesamtheit sehr harmonisch angelegt war und das Gebrochene, welches ja auch eine meiner Absichten war, zu wenig nach vorne brachte.

Zwei Wege tun sich auf: einmal das Verbrenen der Rosenblätter. Dazu später mehr.

Und die Fesselung der Rosenmotive durch Würgerpflanzen oder Lianen. Hier sind die ersten Entwürfe zu sehen, die später in Form einer Collagrafie umgesetzt werden sollen.

 

 

Dies sind die Entwürfe zum Thema Blumen als “Papier – Mini – Objekte”. Sie sind die Grundlage für die in den nächsten Wochen zu erstellenden Druckstöcke zum Thema. Weiterhin werden diese Druckstöcke nach Abschluss des Druckvorganges als Wandobjekte Verwendung finden. Der Druckstock wird zum eigenständigen Wand – Objekt.

IMG_0366IMG_0367Ein Konzept will ich es nicht nennen. Aber Orientierungspunkte haben sich zum “Blumenprojekt” herausgeschält:

Das Thema ist abgegriffen und scheinbar verbraucht. Die Galerien, die das Thema ausstellen wollen, sind rar. Die Kunden der Galerien kaufen, aber eben keine Blumenmotive. Die Konsequenz: wer sich mit Floralem beschäftigt, arbeitet gegen den Trend, antizyklisch.

Ich glaube zu wissen, woran der Reiz des Themas für mich selbst besteht: es ist die positive Kraft dieses Motivs, die positive Symbolik bis hin zum Kitsch (Kitsch gleich Kunstproduktion unter Aufgabe des individuellen Ansatzes), die Farben – auch in ihren feinen Abstufungen, die Vielfalt der Formen, die Kompositionsmöglichkeiten und die allgemeine Akzeptanz bei uns Menschen.

In der Regel sind die Darstellungen von Blumen kitschig, abgegriffen, standardisiert. Hier kann durchaus der Versuch unternommen werden, einen eigenständigen Ansatz zu wagen.

IMG_0368IMG_0372Blumen lassen sich in der Darstellung reduzieren auf Kontur, Farbe und Kompostion. Genau das werde ich tun: die Konturen zeichnen, schwarze mit weißen Flächen kombinieren, nur eine Farbe für das gesamte Motiv verwenden und alles Verzierende konsequent weglassen.

Blumen sind allgegenwärtig. Ich werde mich daher, um das Motiv in seiner klassischen Darstellung zu brechen, auf die Darstellung der Blumen in funktionalen Bezügen konzentrieren.

Und das Gesamte werde ich nun in den nächsten Wochen ausprobieren, versuchen und schauen, ob das gedanklich entwickelte in der Umsetzung trägt.



Jetzt ist es soweit: seit Jahren, auch in der Beschäftigung mit den Bildern von Heiner Geisbe, bewegt mich die Frage nach dem Wesensgehalt der Blumen, der Zeitgemässheit dieses Motives und den Darstellungsmöglichkeiten, die über das Dekorative  Hinausgehen. Erste Ergebnisse, erstellt mit dem iPad, hier:

Und Fragen, mit möglichen Antworten, stehen ebenfalls im Raum:

1. Welche Aufgabe hat die Kunst?

Wenn sie u.a. der Unterhaltung und Verschönerung, der Erträglichkeit des Lebens dient, gehört diese Thema “Blumen” aufgenommen in den Kanon des zu Behandelnden.

2. Welche Merkmale sind für das Motiv “Blumen” kennzeichnend?

Es sind die Formen, die Form im Einzelnen, die Farbe, auch in ihrer Wirkung, die Komposition des Ensembles, also die Üppigkeit der Blumen in ihrer Vielfalt, die Blumen so einzigartig machen.

3. Worin besteht die symbolische Kraft der Blumen? Tja, sie sind das Sinnbild für das Schöne, die Hoffnung, die Harmonie. Und in ihrem Verfall wird die Begrenztheit unseres Daseins deutlich. Diese Symbolhaftigkeit fasziniert uns.