Archiv für die Kategorie „2SIM“

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Das Thema dieses 2SIM – Treffens war “Pause” – bei hochsommerlichen Temperaturen.


Hier einige Schlaglichter der Diskussion:

  • Die Pause als Zustand der Untätigkeit, die zu schlechtem Gewissen beim Pausierenden führt, da man den eigenen Ansprüchen nach künstlerischer Produktion nicht genügt.
  • Die Pause als Problem der Kontinuität, denn der thematische Gedankenstrom reißt ab und die handwerklichen Fähigkeiten verkümmern.
  • Die Pause als Teil eines kontinuierlichen Prozesses von auf und ab, von Aktivität und Nichtaktivität, vergleichbar dem Schlagen eines Herzens.
  • Die Pause als Ruhezustand, gekennzeichnet durch einen Anfangs- und Endpunkt der Zeit.
  • Die Pause als energetisches Minimum, aber nicht als Zustand der völligen Energielosigkeit – wie im Tod.
  • Die kreative Pause als Versuch der Anhäufung neuer, verwendbarer Energien.
  • Die Pause als Mittel der Qualitätsprüfung, indem man zum Werk auf zeitlich begrenzte Distanz geht.
  • Die Pause als ein Zustand, den es  im Denken nicht geben kann, da das Gehirn kontinuierlich und nicht zeitlich eingegrenzt arbeitet.

“Wichtiges Bild” : das war unser Thema – ein Bild also, dass uns so stark bewegt hat, das uns so stark prägte und faszinierte, dass wir es bis heute,  trotz der riesigen Bilderflut um uns herum, nicht vergessen haben.

Und es kamen einige und sie zeigten genau diese Bilder:

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Wir beredeten, untersuchten und versuchten dem auf die Spur zu kommen, was diese Bilder für jeden einzelnen von uns so bedeutsam machten. Und wir öffneten uns.

Kunst und Politik

Der Tag der Landtagswahl NRW bot sich an, um dieses Thema aufzugreifen. Und auch wenn es ein scheinbar abgegriffenes Thema zu sein scheint, einige inhaltliche Aspekte behalten ihre Bedeutsamkeit:

  • Politische Kunst zielt immer auf Veränderung. Diese Form der Kunst will Wirkung – jede Form der Kunst will und hat Wirkung, auch wenn sie nicht direkt messbar ist.
  • Politische Kunst als bildende Kunst findet nur noch reduziert Eingang in die öffentliche Darstellung. Das ist z.B. anders bei Theater, Fotografie und Karrikatur.
  • Politische Kunst legt sich fest – immer und inhaltlich. Dies schrenkt die Vermarktung im bildenden Bereich sehr ein und beeinflusst den Herstellungsprozess hemmmend. Zudem gilt: welcher Künstler schrenkt sich gerne in diesem Sinne ein, wenn er die komplette künstlerische Freiheit haben kann?
  • Kunst ist eigentlich immer gesellschaftlich: gesellschaftlich verankert und wirkend. Politische Kunst ist dagegen stark “parteipolitisch” eingebunden.

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Ausgangslage für das Thema “die Insel der Künstler” war bei der letzten 2SIM – Sitzung die Frage nach den unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten der Menschen. Auf dieses Bild haben wir uns eingelassen. Und dabei ging es um die Insel in uns, unsere künstlerische Identität, die Insel als Rückzugsraum für die persönliche Psychohygiene, die Rolle des Künstlers im gesellschaftlichen Kontext oder in persönlicher Sicht, der Gang ins Atelier als Gang zur Arbeit, die künstlerische Arbeit als gleichwertig im Vergleich mit anderen gesellschaftlichen Arbeiten und den Begriff der Insel in Malerei und Literatur allgemein.



Allen Teilnehmern unserer Runde danke ich für Ihr Erscheinen. Auch wenn unser angekündigtes Thema ein wenig kurz behandelt wurde, fand ich unseren Gedankenaustausch zu den weiteren Themenbereichen “Avangarde, Dialog, Wechselwirkung von Raum und Künstler, Kunst als Gedankenarbeit, die Frage der künstlerischen Freiheit, Teilhabe an Lebenswelten anderer” sehr anregend. Vielen Dank!


Meine persönlichen Gedanken zum Thema “Plan” finden sich hier: >>[...]

2SIM Feb 2010

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Im Rahmen unserer Atelierausstellung war am Sonntag wieder 2SIM -Treff: “Ego ist Kunst ist nicht Kunst”.

Wieder war es lebhaft, tief und humorvoll. Und hat viel Spaß gemacht!

Und so würde ich zusammenfassen – in Form von Schlüsselworten – was uns bewegt hat und was wir hin und her wälzten:

Ego – Authentizität – Eitelkeiten – Selbstportrait – Portrait – Kunst als Unterhaltung – Kunst und individuelle Interessen – Qualität – sich selbst wiederfinden im eigenen Werk – …


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Es ist kein Zufall, dass dieses Thema immer wieder anschwappt wie Treibholz am Meeresstrand. Das Thema zieht sich durch alle meine Arbeiten der letzten Jahre.

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Was ist Kunst?

Die Frage nach der „guten Kunst“ ist die Frage nach dem, was Kunst allgemein ist.

Also:

  • Kunst ist der Akt des Abbildens des gesamten Lebens in jedweder Form und Technik mit dem Ziel der Klärung und Reinigung.
  • Das Abbildungsergebnis wird durch den Akteur zum Kunstwerk erklärt mittels Bezeichnung und Benennung.
  • Der Vorgang der Benennung ist Teil einer künstlerischen Strategie, eines Planes. Darunter verstehe man ein Konzept des Künstlers, wie er sich die Welt aneignen will, in welcher Ausdrucksform dies geschieht und im Wissen um alle Aspekte seines Schaffens.

These 1: Qualität von Kunst lässt sich nicht definieren!

These 2: Qualität ist anhand von Kriterien durchaus definierbar.

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Der Begriff „Qualität“

  • Qualitas: wie ist etwas beschaffen?
  • Das Gegenteil von Qualität ist Kitsch.
  • Qualität ist kein harter Begriff, sondern eine in der Kunst wirkende substantielle Kraft.
  • Qualität ist ein abstrakter Begriff und entsteht nur im Vergleich der Sache. Qualität benötigt den Vergleich.
  • Meine Subjektivität als Betrachter ist der Gradmesser für künstlerische Qualität.
  • Meine Subjektivität kennt Kriterien der Bewertung als Orientierungspunkte.

Die Fragen an die Qualität der Werke beginnt bei uns selbst.

Jedes Mal, wenn eins meiner Kunstwerke fertig ist, stellen sich die gleichen Fragen nach der Qualität und dem Umgang mit meinem Kunstwerk:

  • Bin ich technisch mit dem Ergebnis zufrieden?
  • Was  war meine Bildaussage und finde ich sie im Bild wieder?
  • Finde ich sie direkt, indirekt, verschlüsselt oder verschüttet?
  • Wie wird der Betrachter wohl mein Werk wahrnehmen?
  • Was sieht er zuerst? Was bewirkt es? Kann ich seine Wahrnehmung steuern?
  • Habe ich meine „schräge Ästhetik“ verwendet? Bin ich reduziert in meinen Elementen?
  • Kann ich das Werk öffentlich zeigen,  ohne Erklärungsbedarf und  –notstand?
  • Wie stufe ich mein Werk ein: A,B,C

 

Mögliche Orientierungspunkte für gute Kunst

  • Radikalität – die Entschiedenheit des künstlerischen Plans
  • die Wucht des ersten Eindrucks
  • Präsenz, Inhaltlichkeit, Stimmigkeit (Form entspricht dem Inhalt), Komplexität, Kontext
  • die Authentizität, unverwechselbar, eigenständig
  • die Art und Wiese der Ausführung
  • die Notwendigkeit zum Innehalten
  • die Glaubwürdigkeit
  • die Konzeptionelle Idee und ihre adäquate Ausführung
  • Innovation, Konstanz und Konsequenz

Prägung: Gedanken zum „SIM Treffen, 14-06-09

>> Ich mache Kunst, wir machen Kunst, damit wir die Welt in ihren Zusammenhängen begreifen und  verstehen: abbilden, kontrollieren, sich vergewissern, verankern.

>> Daneben gibt es die themenbezogene, spielerische Aneignung/ Spielen mit Form – Farbe – Ideen.

>> Kunst machen bedeutet auch: Ausdrucksformen finden, um nicht an den Dingen und Sachverhalten zu ersticken – also Psychohygiene.

>> die zentrale Frage des Themas lautet: Wer bin ich? Was macht mich zu dem, der ich bin? Es gilt aber auch: Was sich nicht ändert stirbt!

>> das Wissen um die einen prägenden Dinge ist wichtig, um im selbstkritischen Blick, wenn auch begrenzt, Veränderungen im eigenen Wesen zu bewerkstelligen.

>> Prägung bezieht sich auf einen selbst und auf die, die wir wiederum prägen. Wir geben Prägendes an unsere Kinder weiter und prägen ebenfalls.

>> was sagt die Wissenschaft?

Stichworte:

  • Persönlichkeitsentwicklung und Angeborenes
  • sensible Phasen
  • Prägung als irreversible Form des Lernens
  • Emotionale Prägung
  • die Mutter
  • internes Bewertungssystem, das Unbewußte
  • Prägung über Interaktion
  • Das Präfrontalhirn und seine Bedeutung für folgende Punkte: eigene Existenz in der Zeit begreifen, Handlungen aufschieben, Entwicklung des Konzepts vom eigenen Ich, einfügen in soziales Wertgefüge

>> Hinweis 1: die Beschäftigung mit dem Thema Prägung hat nichts mit einem nostalgischen Rückblick gemein. Es ist vielmehr Selbstvergewisserung um nach vorne zu schauen.

>> Hinweis 2:  zwei Gewissheiten sind die Basis – wir selbst und der Tod.

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WAHRNEHMUNG war das Thema.

Auf folgenden Artikel haben wir uns in der Diskussion vorrangig bezogen: hier klicken »»[...].